Invasive Pflanzen

Karternotizen

Beobachtungen invasiver Pflanzenarten (ausgefüllte Punkte) in und um Karlsruhe, zusammengetragen aus iNaturalist, einer globalen Citizen-Science-Datenbank. Invasive Pflanzen, auch Neophyten genannt, sind Arten, die in ein neues Gebiet eingeführt wurden und sich dort aggressiv ausbreiten, oft die einheimische Vegetation verdrängen und lokale Ökosysteme stören. Die spezifischen Arten wurden während des Workshops »Über Verdrängung und Anpassung« identifiziert. Aus den Daten ergibt sich ein auffälliges Muster: Viele dieser invasiven Pflanzen treten gehäuft entlang der Flüsse Alb und Pfinz in Karlsruhe auf. Das liegt daran, dass Wasserwege oft als natürliche Korridore fungieren, die die Verbreitung von Samen und Pflanzenfragmenten erleichtern.

In Karlsruhe stellen verschiedene invasive Neophyten ein Problem für Natur und Gesundheit dar. Besonders die Hohe Ambrosie breitet sich stark aus, größere Bestände finden sich im Hardtwald und entlang der Linkenheimer Landstraße. Auch die verwandte Stauden-Ambrosie wurde bereits im Stadtteil Daxlanden nachgewiesen. Um die Ausbreitung einzudämmen, startete die Stadt 2015 im Rahmen des Forschungsprogramms KLIMOPASS ein Projekt zur Erprobung von Bekämpfungsmethoden.

Darüber hinaus sind in Karlsruhe zahlreiche weitere invasive Arten verbreitet, darunter Götterbaum, Robinie, Späte Traubenkirsche, Japanischer Staudenknöterich, Drüsiges Springkraut und Kanadische Goldrute. Auffällig ist, dass viele Bestände entlang der Flüsse Alb und Pfinz auftreten, da Wasserwege die Ausbreitung begünstigen.

Das städtische Biodiversitätskonzept listet zudem weitere Problempflanzen wie Verlot-Beifuß, Lorbeer, Kirsche oder Schneebeere, die die heimische Artenvielfalt beeinträchtigen können. Da einige Arten gesundheitlich riskant oder giftig sind, empfiehlt sich im Zweifel Rücksprache mit dem Forstamt der Stadt Karlsruhe.


Referenzen

07:18 an der HfG Karlsruhe, 49°00'08.5"N 8°23'00.4"E